Integrierte Versorgung - Was ist das?
Wir kennen das. Wir müssen als Patient ins Krankenhaus und erhalten vom niedergelassenen Arzt ein Einweisungsformular sowie den Namen des Krankenhauses, in dem wir uns melden sollen.
Patienten müssen ihre Behandlung häufig selbst managen.
In der Eingangsuntersuchung im Krankenhaus soll dann geröntgt und Blut abgenommen werden. Schon wieder? Wir kennen auch das: Ein nachsorgender Facharzt verschreibt andere Medikamente als der
Krankenhausarzt. Trotz gleicher Erkrankung.
Welche Medikamente sind die geeigneten? Das gleiche gilt für unterschiedliche Behandlungsansätze: Welcher ist erfolgversprechender? Dem Patienten stellen sich in
solchen Momenten viele Fragen, die oft unbeantwortet bleiben.
Abstimmungsmängel zwischen den Leistungsanbietern belasten nicht nur das Nervenkostüm des Patienten. Auch die Gesamtqualität und Effizienz des Versorgungsprozesses werden beeinträchtigt. Dies umso
stärker, je komplexer das Krankheitsbild ist. Denn gerade Erkrankungen, die einen sektorübergreifenden Versorgungsbedarf verursachen, verlangen umfassende Behandlungskonzepte.
Die Integrierte Versorgung wird zu Recht als "die Versorgungsform der Zukunft" bezeichnet. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein einfaches, aber sehr effektives Konzept: Die drei
Leistungsbereiche des Gesundheitswesens - die ambulante, die stationäre und die rehabilitative Versorgung von Patientinnen und Patienten - sollen besser vernetzt werden.
Mediziner in Praxen und Krankenhäusern sollen nicht nur verstärkt miteinander, sondern auch mit nicht ärztlichen Leistungserbringern wie beispielsweise REVITALIS
kooperieren. Eine solche Vernetzung kommt in erster Linie den Patientinnen und Patienten zugute. Denn ein besserer Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten und die gemeinsame Arbeit an einem
klar definierten Therapieziel sind die Grundvoraussetzungen für eine gute und effiziente Versorgung.
In unserem Gesundheitswesen wird die Integrierte Versorgung, die Vernetzung einzelner medizinischer und nicht medizinischer Versorgungsbereiche ins Zentrum der Behandlung gerückt und gezielt
gefördert. Aus Akteuren im Gesundheitssystem werden Partner, die zusammenarbeiten und ihre jeweiligen Leistungen auf ein gemeinsames Behandlungsziel hin abstimmen. Dadurch wird die Qualität der
medizinischen Versorgung für die Patientinnen und Patienten spürbar verbessert.
Dabei zeigte sich, dass die Patienten in der Integrierten Versorgung mit allen Stufen ihres Behandlungsprozesses signifikant zufriedener waren und auch die Entwicklung ihres Gesundheitszustands
erheblich besser beurteilten als vergleichbare Patienten der Regelversorgung.
